Doppelte Belastung: die eigenen Eltern betreuen und in Vollzeit berufstätig sein



Die eigenen Eltern zu betreuen und zugleich selbst in Vollzeit berufstätig zu sein, ist eine Belastung, daran besteht kein Zweifel. Der Spagat zwischen der eigenen Lebenswelt mit Familie und Karriere einerseits und den alternden Eltern andererseits ist groß und bisweilen auch überhaupt nicht zu bewältigen – zum Beispiel dann, wenn man selbst beruflich stark eingespannt ist, kleine Kinder versorgt oder einfach zu weit entfernt wohnt. Doch häufig ist das schlechte Gewissen groß: Wer sollte schließlich sonst helfen?

Wer der Doppelbelastung von Job und Pflege oder Betreuung von Angehörigen ausgesetzt ist, muss zwingend darauf achten, die eigenen Kräfte zu schonen. Denn bisweilen führt die Kombination aus Familie, Job und Betreuung bis in den Burnout durch Überlastung – und darunter leiden dann alle Beteiligten. Deshalb ist es wichtig, eine gesunde Balance zwischen Belastung und Entlastung zu finden, auch wenn man seinen Eltern im Alltag natürlich helfen möchte. Dabei sollte man auch externe Hilfe in Betracht ziehen. Dieser Artikel zeigt, dass diese ganz unkompliziert und dennoch für die betagten Eltern eine Entlastung sein kann – von den berufstätigen Kindern ganz zu schweigen.




Typische Anzeichen, dass die Betreuung von Angehörigen zur Belastung wird

„Ich kann doch nicht rund um die Uhr für meine Eltern da sein!“ Vielleicht haben Sie etwas Ähnliches schon einmal selbst gedacht? Zugleich ist da das schlechte Gewissen, selbst einmal wegzugehen, wenn ein hilfsbedürftiger Elternteil allein zu Hause ist. Auch wenn die Eltern noch gar nicht so viel Hilfe benötigen, kann die Situation belastend sein: Vielleicht lassen Ihnen die eigene Familie oder Ihr Beruf keine Zeit, doch die Angst vor der Enttäuschung der Eltern ist groß. Diese haben sich schließlich auch viele Jahre um Sie gekümmert.

Für die eigene seelische Gesundheit ist es wichtig, sich nicht an den Erwartungen der eigenen Eltern zu messen und sich auch nicht mit dem zu vergleichen, was andere vielleicht leisten. Jede Lebenssituation ist einzigartig: Wenn Sie die Betreuung Ihrer Angehörigen als Belastung empfinden, dann ist das Ihre Realität – unabhängig davon, wie genau dieses Gefühl zustande kommt.

Die folgenden Punkte sind typische Anzeichen dafür, dass Sie nach einer Entlastung suchen sollten, um Ihren Eltern im Alltag zu helfen:

  • Sie sind in Vollzeit berufstätig und betreuen Ihre Eltern – eine doppelte Belastung.
  • Sie haben aufgrund großer Distanz zu den Eltern keine Zeit für die Betreuung.
  • Sie haben keine Zeit mehr für sich und ihre Liebsten.
  • Sie haben des Öfteren ein schlechtes Gewissen, weil Ihre Familienangehörigen sich doch auf Sie verlassen.
  • Sie empfinden die Versorgung oder Pflege Ihrer betagten Eltern als anstrengend.

Es ist auf vielfache Weise herausfordernd, die eigenen Eltern im Alter zu betreuen: körperlich, zeitlich und vor allem auch seelisch. Gerade ein pflegebedürftiges Familienmitglied kostet viel Kraft. Bedenken Sie, dass Sie nur helfen können, solange es Ihnen selbst gut geht. Eine Unterstützung für die Senioren zu Hause kann Ihnen und Ihren Eltern Entlastung bringen, sodass mehr Zeit für wirkliche Qualitätsmomente frei wird, die wiederum die Verbundenheit und die Beziehung zwischen Ihnen nähren.



Den Eltern im Alltag helfen: Belastung und Entlastung

Die Hürde, zum Beispiel durch eine Haushaltshilfe für Senioren einen Ausgleich für Angehörige zu schaffen, ist oft sehr hoch. Schließlich bleibt ohnehin wenig Zeit, und um einen guten Anbieter auszuwählen, glaubt man eine umfangreiche Recherche zu brauchen, Angebote vergleichen und verschiedene Dienstleistungen prüfen zu müssen. Da bleibt es einfacher, den Wocheneinkauf oder den Arztbesuch selbst zu begleiten oder mal schnell die Wohnung zu putzen. Jedoch: Tendenziell wird der Hilfebedarf immer größer und dadurch immer schwieriger ohne Hilfe zu bewältigen.

Auch die Eltern selbst wollen oft keine Pflegekraft oder auch nur eine Haushaltshilfe. Das Verhalten sturer Eltern kann ebenfalls zur Belastung werden: Ihre eigene Frustration darüber, Dinge nicht mehr allein tun zu können, äußert sich in Ärger und der Verweigerung jeder Hilfe von außen. Das macht es Vollzeit Arbeitenden noch schwerer, die Eltern zu unterstützen.

In beiden Fällen ist es wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein und Klarheit zu finden. Ist die Situation wirklich noch tragbar – und wenn ja, wie lange? Leidet die eigene Gesundheit unter der Doppelbelastung aus Job und Pflege der Angehörigen? Wenn für die Arbeit, die Freizeit oder die eigenen Familienangehörigen keine Zeit bleibt, ist das ein deutliches Warnzeichen: Es ist höchste Zeit, sich Unterstützung für die Betreuung hilfebedürftiger Eltern zu suchen.



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So können die Lebenshelfer Vollzeit Arbeitende und deren Eltern unterstützen

Die Lebenshelfer der SeniorenLebenshilfe sind dazu da, eine Entlastung für Berufstätige zu bieten, die ihren Eltern helfen und vielleicht sogar noch eine eigene Familie versorgen – und das auf unkomplizierte, alltagstaugliche Weise. Das Ziel ist es, dass die hilfebedürftigen Familienangehörigen zu Hause betreut werden und dort weiterhin ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Zugleich können Angehörige anstrengende Aufgaben wie den Haushalt, das Einkaufen etc. abgeben und mit ihren Eltern wieder entspannte Momente und gute Gespräche genießen: Um die Alltagsaufgaben kümmert sich jetzt der Lebenshelfer. Bei diesen Dingen können die Lebenshelfer beispielsweise unterstützen:

  • den Einkauf erledigen oder zum Laden begleiten
  • im Haushalt helfen, putzen, abwaschen, kochen, Wäsche waschen etc.
  • den Senior zu Terminen fahren (z. B. zum Arzt)
  • die Post bearbeiten oder bei Behördenterminen helfen
  • gemeinsam die Freizeit gestalten, etwa mit Gesprächen, Treffen, Spaziergängen etc.

Die Arbeit der Lebenshelfer ist sehr flexibel: Sie kommen mindestens einmal in der Woche, bei Bedarf aber auch öfter zum Senior nach Hause und erledigen nach Absprache genau die Aufgaben, die gerade anfallen. Da sie stets mit dem eigenen Auto unterwegs sind, können sie den Senior auf Wunsch zum Arzt oder zum Laden fahren, aber auch gemeinsame Ausflüge unternehmen – für viele Senioren bedeutet das einen wichtigen Gewinn an Mobilität und Lebensqualität.

Ein weiterer großer Vorteil liegt darin, dass Sie nur einen Ansprechpartner für alle Belange benötigen. Es ist immer derselbe Lebenshelfer, der kommt. So entwickelt sich mit der Zeit eine vertrauensvolle Bindung zwischen Lebenshelfer und Senior, und der Lebenshelfer weiß genau, was dem Senior wichtig ist – welche Lebensmittelmarken er bevorzugt, wie das Bett gemacht werden soll oder ob Krankheiten vorliegen, die beachtet werden müssen. Somit ist die Unterstützung durch einen Lebenshelfer eine wichtige Entlastung sowohl für den Senior selbst als auch für seine Angehörigen.



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