PKV Beiträge müssen im Alter nicht explodieren

Dennis Schubert Recht & Finanzen

Die Private Krankenversicherung konnte im Jahr 2016 auf ca. 8,79 Millionen Versicherte blicken, die sich im Schutze der privaten Absicherung befinden. Schaut man sich die Vorteile der PKV an, fragt man sich jedoch häufig, warum die Zahl der Versicherten verhältnismäßig zur gesetzlichen Krankenversicherung (ca. 71,45 Millionen) so gering ist. Dies liegt nicht nur daran, dass nicht jeder Deutsche die Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft erfüllt, sondern auch daran, dass es noch immer viele Vorurteile gibt. Doch sind diese auch alle gerechtfertigt?

In der Vergangenheit konnten Beiträge durchaus stärker steigen

Wer sich in den Jahren bis 2000 privat versicherte, konnte unter Umständen – z.B. wenn die Preise bereits bei Eintritt recht hoch waren oder man einer Risikogruppe angehörte – im Alter mit höheren Beiträgen rechnen. Summen zwischen 700 bis 900 Euro monatlich waren also tatsächlich möglich. Doch was viele nicht wissen: Mittlerweile hat der Gesetzgeber hier eine Lücke geschlossen.

Seit dem 1. Januar 2000 müssen die Privaten Krankenversicherer einen 10-prozentigen Zuschlag auf den Beitrag erheben (zwischen dem 20. und 60. Lebensjahr), der dazu genutzt wird, die Kosten im Alter zu senken oder zumindest stabil zu halten – je nachdem, wann die Mitgliedschaft in die PKV startete. Gerade für Versicherte, die in einem jungen Alter in die Private Krankenversicherung eingestiegen sind, können hier von den sogenannten Altersrückstellungen positiv profitieren.

Was bedeutet dies nun in Zahlen für die Versicherten?

Eine genaue Berechnung ist meist nicht möglich, was auch damit zu tun hat, dass sich der individuelle Beitrag zur Privaten Krankenversicherung an den eigenen Voraussetzungen berechnet: Alter, Vorerkrankungen und Art des Tarifs. Hier hilft ein PKV Vergleich.

Eine mögliche Beitragskostenveranschaulichung für Selbständige (keine Vorerkrankungen, Beitritt mit dem 25. Lebensjahr) könnte wie folgt aussehen:*

Alter in Jahren Kosten pro Monat
25 225,-
30 275,-
40 350,-
45 412,-
55 475,-
65 565,-

*Diese Rechentabelle stellt eine Schätzung dar und ist kein repräsentatives Beispiel.

Auf diese Weise hätte man sich Leistungen der Privaten Krankenversicherung zu einem günstigen Preis gesichert. Selbst im 65. Lebensjahr erreicht der Beitrag nicht den Maximalbeitrag der GKV (635,10 Euro / Stand: 2017). Zudem ist hier auch die Pflegepflichtversicherung enthalten, die in der GKV den Beitrag auf bis zu 804,75 Euro monatlich ansteigen lassen kann (Stand 2017).

Was kann ich als bestehender PKV-Versicherte machen?

Wer bereits früh der PKV beitrat und somit weit vor dem Jahr 2000, der kann mit anderen Mitteln den monatlichen Beitrag senken. Hierzu gehören die Erhöhung des Selbstbehalts, der Wechsel in den Basistarif(orientiert sich an Maximalbetrag der GKV) oder der Wechsel in einen kostengünstigeren Tarif nach § 204 VVG. Auch so lassen sich die Beiträge teils um 30% und mehr senken.

Bildnachweis: © silviarita / Pixabay

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Über den Autor

Dennis Schubert

Dennis Schubert beschäftigt sich seit Jahren mit dem Bereich der Versicherungen und des Online Marketings. In diesem Rahmen ist er Teil der Redaktion von Versicherungen-online.de und arbeitet täglich daran, Versicherte über Themen zur Privaten Krankenversicherung und weiteren Produkten zu informieren.

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